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Elisabeth Benn |
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| Meine Person |

Ich bin in Norddeutschland geboren und aufgewachsen und lebe seit 2006 in der französischen
Schweiz. Ich bin verheiratet und habe drei erwachsene Kinder.
Motivation
Mein privates und berufliches Leben hat mich immer wieder geographische und kulturelle Grenzen überschreiten
lassen und dabei in Kontakt mit Menschen gebracht, die selbst in Grenzsituationen standen. Aus diesen vielfältigen
Begegnungen heraus ist der Wunsch entstanden, mich beruflich weiterzubilden, um psychotherapeutisch arbeiten zu können.
In der dreijährigen berufsbegleitenden Ausbildung in Logotherapie und Existenzanalyse in Tübingen (www.logotherapie.net)
habe ich die theoretischen und praktischen Kenntnisse erworben, die es mir ermöglichen, psychotherapeutische Beratung
anzubieten.
Tansania
Aufbruch, Abschied und Neuanfang haben mein Leben sowohl mit ihren bereichernden Aspekten als auch mit ihren Schattenseiten
sehr geprägt. Die intensivsten Erfahrungen habe ich dabei in Tansania/Ostafrika gemacht, als ich zu Beginn der
AIDS Epidemie miterlebte, wie diese Krankheit das Leben aller in kurzer Zeit grundlegend veränderte. Ich wurde
mit Armut und widrigen Lebensumständen konfrontiert. Gleichzeitig habe ich einen großen kulturellen Reichtum,
ungeheuren Lebenswillen sowie beeindruckende Lebensfreude erlebt. Im Rückblick denke ich, dass ich durch die
Begegnungen mit Menschen in Afrika unter anderem gelernt habe, besser mit meinen eigenen Problemen umzugehen.
Palliativpflege
Nach dem Abschluss meiner Krankenpflegeausbildung in Deutschland habe ich vorwiegend in der Onkologie gearbeitet und bei
Auslandsaufenthalten in Großbritannien und den USA die Arbeit der Hospizbewegung (Palliative Care) kennengelernt.
Angeregt durch diese Erfahrungen begann meine langjährige Tätigkeit in der Palliativpflege beim Tübinger
Projekt: Häusliche Betreuung Schwerkranker . Die Kombination von medizinisch-pflegerischer Betreuung und psychosozialer
Begleitung von Patienten und Angehörigen waren für mich sehr erfüllend. Es hat mich oft beeindruckt, wie
Menschen selbst in ausweglos erscheinenden Situationen für sich Antworten gesucht und gefunden haben und über
sich hinausgewachsen sind. Meine Aufgabe in diesen Prozessen bestand darin, ihnen die nötige Unterstützung
zukommen zu lassen, damit sie in Würde leben und sterben konnten.
Familie
Ein weiterer sehr wesentlicher Bestandteil meines Lebens ist meine Familie. Das gemeinsame Lebensziel, sich für
Menschen in ärmeren Weltregionen einzusetzen, hat meinen Mann und mich, und später uns als Familie, immer wieder
an neue Orte geführt. Die Orts- und Kulturwechsel haben unsere Kinder sehr bereichert und der Kernfamilie eine große
Bedeutung verliehen. Andererseits haben diese Veränderungen ihnen auch viel abverlangt. Sie mussten Liebgewonnenes wiederholt
verlassen und haben die Erfahrung gemacht, dass sie sich beim Erzählen ihrer Erlebnisse unverstanden und nicht
dazugehörig fühlten. Das Kennenlernen der ‚Third Culture Kids‘ Theorie hat ihnen geholfen, das Erlebte,
die damit verbundenen Empfindungen und sich selbst besser zu verstehen. Heute, als junge Erwachsene, tragen sie wesentlich
dazu bei, mich mit den aktuellen gesellschaftlichen Themen auseinanderzusetzen, die sie und ihre Generation bewegen.
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